
Bei einer NSU Max aus dem Jahr 1955 mit 247 cm³ und 17 PS handelt es sich in der Regel um die NSU Spezial-Max, Werksbezeichnung 251 OSB. Sie wurde von den NSU Motorenwerken in Neckarsulm gebaut und gehörte Mitte der 1950er-Jahre zu den leistungsstärksten Motorrädern der deutschen Viertelliterklasse. Kennzeichnend sind der Pressstahl-Rückgratrahmen, der große 14-Liter-„Büffeltank“, Vollnabenbremsen und der besondere Ultramax-Antrieb der obenliegenden Nockenwelle über Schubstangen.
Zeitgenössische Primärquelle: NSU Motorenwerke, „NSU Max – ein Motorrad wie noch nie“, Werksprospekt von 1953, abrufbar im NSU24-Downloadarchiv. Belegt unter anderem 17 PS, 126 km/h, Ultramax-Ventilsteuerung, Vierganggetriebe und Zentralpressrahmen. Hinweis: Der Prospekt stammt aus der frühen Max-Baureihe; einzelne Ausstattungsangaben können von der Spezial-Max des Jahres 1955 abweichen.
Modell- und Technikübersicht: NSU24.de, „NSU Max 250“. Genannt werden 247 cm³, vier Gänge, 17 PS und 126 km/h für die Spezial-Max, deren Bauzeit 1954 bis 1956 sowie rund 97.000 Fahrzeuge für die gesamte Max-Baureihe.
Weitere Modellübersicht: Maxfahrer.de, „Die NSU-Max Modellreihe“. Beschreibt die Modellfolge Standard-Max 1952–1954, Spezial-Max 1954–1956 und Supermax 1956–1963 sowie die Merkmale der Spezial-Max: 14-Liter-„Büffeltank“ und Aluminium-Vollnabenbremsen.
Produktionszahl: Die Modellübersicht „NSU Max“ nennt 97.120 gebaute Exemplare der gesamten Baureihe von 1952 bis 1963. NSU24.de rundet diese Angabe auf etwa 97.000 Stück. Eine belastbare separate Produktionszahl nur für die Spezial-Max ist in den hier herangezogenen Quellen nicht ausgewiesen.
Heute erhaltener Bestand: Eine verlässliche öffentlich zugängliche Gesamtzahl ist nicht dokumentiert. Zulassungsbestände allein wären unvollständig, weil abgemeldete Fahrzeuge, Sammlungs- und Museumsstücke sowie exportierte Maschinen nicht vollständig erfasst sind. Deshalb wird im Bericht keine geschätzte heutige Stückzahl als gesicherte Angabe genannt.

