
Cabriolet · 289 Windsor V8 · 4,7 Liter · rund 200 PS
Der Ford Mustang Cabriolet des Modelljahres 1968 gehört zur ersten Mustang-Generation und verbindet das klassische „Pony-Car“-Design mit offenem Fahren und einfacher, robuster Technik. Die hier beschriebene Ausführung besitzt den 289-cui-Windsor-V8 mit 4,7 Litern Hubraum und Doppelvergaser. Zeitgenössisch wurde der Motor mit 195 SAE-PS (brutto) angegeben; dies entspricht rund 198 deutschen PS und wird häufig auf 200 PS gerundet.
Der kurzhubig ausgelegte 289 Windsor ist ein kompakter Small-Block-V8 mit Graugussblock und Grauguss-Zylinderköpfen. Er gilt als wartungsfreundlich und liefert sein Drehmoment früh, wodurch der Mustang schon bei niedrigen Drehzahlen kraftvoll beschleunigt. Die Kraftübertragung erfolgt auf die Hinterräder. Je nach Fahrzeug konnten unterschiedliche Getriebe- und Hinterachsübersetzungen bestellt werden, weshalb Fahrleistungen und Verbrauch zwischen einzelnen Exemplaren abweichen.
Das Fahrverhalten entspricht dem Charakter eines amerikanischen Cabriolets der späten 1960er-Jahre: kraftvolle, direkte Leistungsentfaltung, komfortable Federung und eine robuste Starrachse hinten. Gegenüber den geschlossenen Karosserievarianten bringt das Cabriolet zusätzliche Karosserieverstärkungen und damit ein etwas höheres Gewicht mit. Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit hängen stark von Getriebe, Hinterachsübersetzung, Reifen, Verdeckstellung und Fahrzeugzustand ab; Coupé-Werte lassen sich deshalb nicht ungeprüft übertragen.
Das Modelljahr 1968 übernahm weitgehend die 1967 eingeführte Karosserie, erhielt jedoch unter anderem seitliche Markierungsleuchten und überarbeitete Sicherheitsdetails. Das Cabriolet trug den Body Type 76A in Standard- und 76B in Luxury-Ausführung; insgesamt entstanden 25.376 Cabriolets. Der 289-cui-V8 war nur zu Beginn des Modelljahres erhältlich und wurde im weiteren Verlauf durch den 302-cui-V8 ersetzt. Zur sicheren Identifikation eines originalen 289-Cabriolets sollten Fahrgestellnummer, Motorkennbuchstabe „C“, Gussnummern und Typenschild geprüft werden.
Bei US-Fahrzeugen dieser Zeit wurde meist die SAE-Bruttoleistung ohne Nebenaggregate und unter idealisierten Prüfbedingungen angegeben. Sie ist nicht unmittelbar mit modernen Nettoangaben vergleichbar. „200 PS“ ist für diese Ausführung daher eine sinnvolle Rundung der historischen Angabe von 195 hp, nicht zwingend eine exakt gemessene Motorleistung eines konkreten Fahrzeugs.



